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Über uns
 
Die Geschichte des Weinguts
 

Das Weingut wurde 1999 aus Liebe und Hingabe zum Handwerk gegründet, mit einer klaren Vision und auf der Grundlage starker Traditionen – zu einer Zeit, als kaum jemand glaubte, dass das Unternehmen zu einem Wegbereiter der Region werden und den modernen Weinbau im Norden Siebenbürgens mitprägen würde.

Das Unternehmen entwickelte sich kontinuierlich weiter und erwarb immer mehr Flächen. Von ursprünglich 2,5 Hektar wuchs der Besitz auf 20 Hektar. Damit ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen, denn ehemals bepflanzte und heute verlassene Flächen warten noch auf ihre Wiederbelebung. Leider wurden rund 25 % der großen Neuanpflanzung von 2006 durch späte Fröste zerstört und mussten neu bepflanzt werden.

Pinot Noir, Merlot, Cabernet Sauvignon, Blaufränkisch, Fetească Neagră und Syrah sowie die weißen Rebsorten Chardonnay, Pinot Gris, Sauvignon Blanc, Rheinriesling, Traminer, Fetească Regală und Muscat Ottonel bilden die vielfältige Rebsortenpalette der Weinregion.

Bemerkenswert ist, dass sich die Auswahl der Rebsorten als äußerst gelungen erwiesen hat, obwohl es damals kaum lokale Erfahrungen mit ihnen gab. Viele der früher angebauten Sorten wären heute nicht mehr zeitgemäß – mit Ausnahme der weißen Rebsorte GRÜNSPITZ, deren Wiedereinführung in den Anbau für das Unternehmen ein wichtiges Zukunftsziel darstellt.

Das Weingut achtet und bewahrt das Erbe früherer Generationen. Deshalb war es wichtig, im Jahr 2002 den damals bereits verfallenen Károlyi-Keller zu erwerben und sein historisches Erscheinungsbild wiederherzustellen.

Die Gegenwart ist ohne die Vergangenheit nicht vorstellbar und kann ohne eine klar definierte Zukunftsvision nicht bestehen. Das gesamte Team arbeitet daran, diese Vision weiterzuentwickeln und auszubauen.

Die Philosophie der Weinbereitung
 

Die Önologin des Weinguts ist Serli Csilla, die mit einfachen, sorgfältig kontrollierten Methoden hochwertige Weine erzeugt. Natürlichkeit und die Bewahrung des ursprünglichen Charakters der Trauben spielen in ihrer Philosophie eine zentrale Rolle.

Wer die Weine verkostet, spürt die Leidenschaft der Önologin sowie ihre Liebe und ihren Respekt für das Handwerk – ohne diese könnten keine wirklich außergewöhnlichen Weine entstehen. Beharrliche Arbeit und das konsequente Verfolgen eines klar definierten Weges sind entscheidend, denn in diesem Beruf sollte man nicht nach schnellem Erfolg streben.

Weinbereitung ist im Grunde eine Kunst, in der die Önologin Wissen, Sensibilität und Leidenschaft in einem Werk zum Ausdruck bringt, dessen Ergebnis der Genießer erleben kann. Vielleicht gilt Wein gerade deshalb seit jeher als Getränk der Götter.

Der Eigentümer des Unternehmens fühlt sich Natürlichkeit, unverfälschter regionaler Authentizität und jenen Werten verpflichtet, die dem Leben mehr Tiefe und Harmonie verleihen.

Die Geschichte des Weinbaus in Beltiug
 

Der Weinbau in Beltiug blickt laut schriftlichen Überlieferungen auf eine mehrere Jahrhunderte alte Geschichte zurück. Obwohl einige Zeitabschnitte nur lückenhaft dokumentiert sind, führt eine alte Legende die Ursprünge bis ins Jahr 1085 zurück.

Alten Erzählungen zufolge ruhte sich König Ladislaus nach einer schweren Schlacht gegen die Petschenegen in der Nähe der heutigen Ortschaft aus. Seine Soldaten brachten dem erschöpften König einen mit Wein gefüllten Kürbis, woraufhin er scherzhaft fragte, was für ein „bélű tök“ dies sei. Der Legende nach soll daraus der Name Beltiug entstanden sein.

Im Jahr 1723 kaufte Graf Károlyi Sándor das gesamte Gut von der Familie Prépostváry. Zu dieser Zeit wurde der Kreis Satu Mare sogar als Sitz des Bacchus bezeichnet, so sehr blühten Weinbau und Weinbereitung. 1730 wurden auf Anraten des Grafen Schwaben aus Oberschwaben in Deutschland in Beltiug angesiedelt. Sie erhielten Weinbergsflächen, für die zwei Jahre lang kein Zehnt entrichtet werden musste.

Auch die Rebsortenzusammensetzung änderte sich im Laufe der Jahrhunderte stark. Sicher ist, dass hier Furmint, Bakator, Riesling, Grünspitz und Chasselas angebaut wurden; nach der Reblauskrise kamen außerdem direkttragende Hybridsorten hinzu.

Heute ist die Rebsortenvielfalt groß und umfasst Riesling, Traminer, Chardonnay, Sauvignon, Pinot Gris sowie Cabernet Sauvignon, Merlot, Blaufränkisch, Pinot Noir und Syrah.

Wer auf der Strecke Satu Mare–Zalău unterwegs ist, kann sich dem Zauber der Hügel von Beltiug, dem einladenden Anblick der kleinen Keller und der beinahe militärischen Ordnung der Rebzeilen kaum entziehen. Nach der heutigen Klassifizierung gehört Beltiug zum Weinbaugebiet Satu Mare Hegyalja, und wir glauben aufrichtig daran, dass seine frühere Bedeutung wiederaufgelebt ist.